Energie­management: Wie Gastro-Profis Geld im Betrieb sparen
Nikolaus Prokop

Die explodierenden Kosten bei Gas und Strom machen das Thema Energieeffizienz auch in der Gastronomie aktueller denn je. Dabei sind es nicht alleine nur umfassende Modernisierungsinvestitionen bei Kühl- und Küchentechnik, die einen gravierenden Unterschied bei den Energiekosten machen können. Auch viele Kleinigkeiten können in Summe entscheidend sein, ob ein Betrieb in Hinblick auf die Energiekosten wirtschaftlich geführt wird oder nicht.

M

ETRO Trendscout und Executive Chef Aaron Waltl gibt im Interview praktische Tipps dazu.

Die Preis- und Kostenspirale dreht sich in Zeiten wie diesen immer schneller, speziell auch beim Thema Energie. Was kann man als Gastronom und Gastronomin aktuell tun, um den eigenen Betrieb energietechnisch auf Vordermann zu bringen, effizienter und profitabler zu machen und unnötige Kosten zu sparen? Und in welchen Bereichen bietet METRO dafür wertvolle Unterstützung?

Aaron Waltl: Das Thema Energie ist sicher eines, bei dem man als Gastronom und Gastronomin unbedingt ansetzen sollte, wenn man schon länger nicht mehr in zeitgemäße Technik und Infrastruktur investiert hat. 

Ein wunder Punkt bei den Energiekosten sind in vielen Betrieben z. B. die veralteten und oft auch längst undichten Kühlmöbel – jetzt wäre also der richtige Zeitpunkt, um über einen Austausch gegen neue Geräte nachzudenken. Bei METRO bieten wir gemeinsam mit unseren Partnern und Partnerinnen nicht nur die modernste, steckerfertige Gerätegeneration der höchsten Energieeffizienzklasse, sondern auch das komplette Spektrum an Beratung und Service – bis hin zur Planung und Installation kompletter Kühlhäuser in den unterschiedlichsten Größen. Wer für seinen Betrieb in neue, energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte investiert, kommt jetzt übrigens auch in den Genuss der Umweltförderung – dazu wissen der METRO Kundenberater und die METRO Kundenberaterin mehr. Und auch bei der Temperatureinstellung von Kühlgeräten kann man effizient Energiekosten sparen: Ob eine Kühltruhe das ganze Jahr über mit -22° C oder noch kälter betrieben wird oder mit völlig ausreichenden -18° C, kann auf lange Sicht einen wesentlichen Unterschied machen.

Ein Profi-Induktionskocher, wie er zu überschaubaren Kosten bei METRO erhältlich ist, kann z. B. einen Liter Wasser in absoluter Rekordzeit zum Kochen bringen.

Nicht nur bei Kühlung und Lagerung, auch in der Küche selbst ist das Thema Energieverbrauch ein wichtiger Kostenfaktor. Welche Möglichkeiten gibt es hier, bares Geld zu sparen?

Aaron Waltl: Eine weitere gute Idee sind z. B. besonders energieeffiziente Induktionsherde oder -platten in der Küche, wenn man als Gastronom und Gastronomin so weit wie möglich aus der Energieform Gas aussteigen möchte. Im Gegensatz zu einem Gasherd, der mit hoher Abwärme nicht nur das Kochgefäß, sondern auch die Raumluft erhitzt, arbeitet ein Induktionsfeld sehr energiesparend: Die gewünschte Temperatur ist z. B. speziell beim zeitkritischen À la carte-Kochen extrem flott und sehr präzise erreicht und erwärmt nur das Kochgefäß. Ein Profi-Induktionskocher, wie er zu überschaubaren Kosten bei METRO erhältlich ist, kann z. B. einen Liter Wasser in absoluter Rekordzeit zum Kochen bringen – und man spart mit ca. 20–30 % weniger Energieverbrauch damit nicht nur einiges an Kosten. Man spart auch Zeit und damit ebenfalls Geld, und auch die Küche bleibt durch die wesentlich geringere Abwärme deutlich kühler – wodurch man wieder bei der Lüftung Stromkosten spart.

Macht es für Gastronomen und Gastronominnen Sinn, auch einen prüfenden Blick auf die Speisekarte zu werfen und zu überlegen, ob man das Speisenangebot in Hinblick auf geringere Energiekosten anpassen kann?

Aaron Waltl: Energiekosten kann man durchaus auch auf Umwegen sparen – und die Speisekarte ganz oder zum Teil auf Gerichte umzustellen, die bei der Zubereitung weniger energieintensiv sind, kann hier sicher wirtschaftlich und auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit Sinn machen. Eine vierundzwanzig Stunden lang sous-vide-gegarte Lammkeule oder eine Demi Glace, die über Nacht auf dem Herd langsam vor sich hinsimmert, wirkt sich weitaus negativer auf die Energiekosten aus als z. B. ein kurz gebratenes Lammkotelett oder eine schnell mit dem Thermo Whip zubereitete Sauce – oder auch eine Demi Glace, die man als küchenfertiges Convenience-Produkt kauft, statt sie mit hohem Energiebedarf selbst zuzubereiten. Auch z. B. bei Pasta, Desserts, küchenfertigem Salat, Gemüse und vielem mehr bietet der Convenience-Bereich von METRO ein großes Angebot an Produkten, die durch kürzere oder auch gar keine Zubereitungszeit effizient dabei helfen können, Energie zu sparen. 

Optimal in puncto Energieverbrauch sind natürlich kalte Street Food-Gerichte, bei denen man völlig ohne Herd auskommt, wie z. B. Bowls oder Wraps – aber in jedem Restaurant und bei jeder Speisekarte gibt es grundsätzlich viel an Optimierungsmöglichkeiten: Entweder man konzentriert sich auf Gerichte mit eher kurzen Garzeiten, oder man passt z. B. die Preise von Gerichten, die hohe Energiekosten verursachen, entsprechend an, soweit man dies seinen Gästen in einem fairen Rahmen zumuten kann.

Welche Möglichkeiten zur Energiekostensenkung gibt es im gesamten Restaurant, also z. B. auch in allen Gasträumen, Aufenthalts- und Zugangsbereichen?

Aaron Waltl: Wenn man das komplette Restaurant in Hinblick auf die Energiekosten kritisch überprüft, spielt neben der Heizung und Klimatisierung zumeist auch die Beleuchtung eine wichtige Rolle. Hier bieten wir bei METRO ein umfangreiches Sortiment an energieeffizienten LED-Leuchtmitteln, Bewegungsmeldern, smarten LED-Glühbirnen und vielem mehr, die sich einfach installieren lassen und bei überschaubaren Investitionskosten sofort einen wesentlichen Unterschied beim laufenden Energieverbrauch machen. Ein weiterer Vorteil von smarten LED-Glühbirnen: Sie bieten auf sehr einfache Weise vielfältige Möglichkeiten der Lichtsteuerung. Man kann Gasträume damit also nicht nur wirtschaftlicher, sondern mit verschiedenen individuell steuerbaren Lichtstimmungen auch einladender und angenehmer beleuchten. 

Und auch hinter den Kulissen, etwa in Lagerräumen oder Kühlhäusern, brennt oft in vielen Betrieben rund um die Uhr unnötig das Licht – mit einem Bewegungsmelder ist das Problem sofort gelöst. Meist ist es die Summe von vielen dieser Kleinigkeiten, die am Ende des Jahres darüber mitentscheidet, wie profitabel oder verlustreich man gewirtschaftet hat – und gerade bei diesen kleinen Details unterscheiden sich oft die cleveren Gastro-Unternehmer und -Unternehmerinnen von den weniger erfolgreichen.

Fotocredits: METRO Österreich
Illustration: Sarah Egbert Eiersholt / Agentur Caroline Seidler

MEHR STORYS